Ein Jeep CJ 5 Bauhjahr 1964 sollte restauriert werden.
Es war schon ein V8 Motor eingebaut und auch in die Papiere eingetragen worden. 1992 wurde der Jeep aus USA importiert und wurde hier in Deutschland TÜV abgenommen. Als der Besitzer 1994 den Führerschein verlor wurde der Wagen stillgelegt und 13 Jahre lang nicht mehr bewegt.
Der Zahn der Zeit hat kräftig an der Substanz genagt. Das ganze Ausmaß konnte durch den vor der Lackierung aufgetragenen Spachtel und den Unterbodenschutz leider nicht festgestellt werden.
Wenn man den Innenraum als geschmacklos bezeichnet ist dies ohne Frage geschmeichelt.
Das Armaturenbrett wurde aus Holz gefertigt und mit Kunststoff überzogen.
Die Ledersitze waren verschlissen, zerrissen und nicht mehr zu gebrauchen.
Der Motorraum war dagegen ein Lichtblick. Nicht der optische sonder der technische Zustand des Motors ließen neue Hoffnung schöpfen.
Als die notwendigen Kabel angeschlossen waren, ein Ölwechsel stattgefunden hatte und der Vergaser mit frischen Benzin versorgt war sprang der Motor willig an und schnurrte wie eine Katze.
Lediglich der Doppelkontaktverteiler sollte einem HEI-Verteiler Platz machen.
Auf der Haube hatte es der Lackierer mit dem Spritzspachtel wohl zu gut gemeint.
Nach und nach offenbarte sich das Elend als die Karosserie zerlegt wurde
Der Innenraum war überall mit Gummimatten beklebt, so daß man nicht erkennen konnte was sich darunter verbarg
Erst das Sandstrahlen brachte zum Vorschein, daß da wohl einiges an Arbeit reinzustecken ist.
Als nächstes wurde das Fahrgestell in die Einzelteile zerlegt
Das Schaltgetriebe sollte einem Automatikgetriebe Platz machen
Der Motor wird für die Frischzellenkur vorbereitet.
Der Rahmen wurde sandgestrahlt und gleich mit einer Windenplatte versehen.
Die Federaufnahme wurde vorne für “Shackle Reversal”umgeändert und die Halterung für das Lenkgetriebe umgesetzt und verstärkt.
Als Vorderachse spendierten wir eine Dana 44 und als Hinterachse eine Ford 9” mit Scheibenbremsen. Als Übersetzung wählten wir eine 5.38-1 mit 100% Detroit Locker hinten und einer Power Lock für die Vorderachse
Der Tank unter dem Sitz wurde entfernt und dafür kam ein Tank aus einem Jeep Wrangler hinten zwischen dem Rahmen zum Einsatz.
Nato Kupplung und Bumperetten wurden auf Wunsch des Besitzers angebaut.
Motor und Getriebeeinheit wurden nach Überholung eingepflanzt.
Gut zu erkennen ist der größere elektronisch HEI-Verteiler.
Bevor es weiterging wurde der Motor gestartet um sicher zu stellen daß alles in Ordnung ist.
Jetzt konnte mit den Karosseriearbeiten begonnen werden.
Heckblech, Ladeboden und Innenkotflügel wurden neu eingeschweißt.
Der Fußraum für Fahrer und Beifahrer wurden neu angefertigt und mit Hilfsrahmen versehen.
Nach der Lackierung sieht die Karosserie nun schon wieder einem Jeep ähnlich.
Die Olive Farbe wurde vom Besitzer gewünscht.
Als Bereifung wurde 9.00R16 gewählt, Sie lassen das Auto nicht zu wuchtig erscheinen